Mittwoch, 7. Februar 2007

Wer hat an der Uhr gedreht?

ist es wirklich schon so spaet? Zweitletzter Tag in NZ, und wir muessen uns ernsthaft mit Sachen wie Check-In, Packen, Flughafen, Tickets, Zuerich usw. ausseinandersetzten. Was haben wir noch gemacht? Mit dem Boetli sind wir wieder auf die Nordinsel, dort weiter nach Paraparauma. So hatte ich zum ersten Mal in meinem bescheidenen Leben die Moeglichkeit, an meinem Wiegenfest in einem richtigen Meer zu baden (das Alpamare ist naemlich gar kein richtiges Meer...). "Schoen kalt ist auch schoen", dachte ich mir und habe mich noch mit Augenziger und grosser Muedigkeit in die Fluten gestuerzt...Brrr... Weiter ging es nach New Plymouth, wo wir unser Backpacker gleich oberhalb der Breaker-Bar hatten. Wir freuten uns auf eine riesen Party, da Neuseeland am 6.2 ihre Version von 1. August feiern (Waitangi Day), aber weit gefehlt. Tote Hose weit und breit, so dass wir es uns selbst gemuetlich machten und erst mit dem Billardspielen aufhoerten, als man regelmaessig die Pomeranze nicht mal mehr an den weissen Ball brachte... ;-) Aber mit den beiden Queue-Artisten Simon und Thomas konnten Gabe und ich immerhin fortschritte beim Spiel der Kugeln machen. Gut, als es dann wieder hell wurde, konnten wir auch noch den Mount Taranaki in seiner vollen Pracht bewundern und haben ihm die Seele geklaut, indem wir ihn 1220 Mal fotografiert haben.
Weiter nach Hamilton, aber diese Strecke habe ich nicht mehr so recht in Erinnerung. Ich hatte einen boesen Zahn, welcher mir echt Kopfzerbrechen bereitete. Immerhin kenne ich jetzt auch die medizinischen Einrichtungen hier unten und muss sagen: 1A. Schmerzmittel mit Bier ist uebrigens eine ganz glatte Kombination: So wird auch ein scheisslangweiliger Cricket-Match zum Nervenspektakel.
Ich weiss eigentlich gar nicht mehr, was ich hier beim Chinesen noch alles in diesen Blogg schreiben soll, darum hoere ich auch sofort auf.
Gruss von allen an alle. Bald habt ihr uns wieder, ob ihr wollt oder nicht (uns fragt ja eh keiner...)

Top 10: Auf was freuen wir uns in der Schweiz:
10. Schlafen ohne Suround-Geschnarchel (viel Spass Marie-Angel und Renate...)
9. frische Unterwaesche :-)
8. Mehrlagiges Scheisspapier
7. Eier nur an Ostern
6. Blinken ohne Scheibenwischer
5. Klosomat (Simon)
4. Bier mit Mates am runden Tisch (David)
3. eigene Bettwaesche (Thomas)
2. Vorher und nachher Duschen
1. Vorher und nachher Duschen

Thomas, Simon, David, Gabe

Freitag, 2. Februar 2007

Jagsehmash!

Heiland, Schottland, Griechenland (Pfungen und Neftenbach), haben wir wieder Kilometer gefressen. Mittlerweilen stehen stolze 4600 KM auf unserer Habenseite, und es werden in den naechsten Tagen noch ein paar zerquetschte dazukommen. Wo waren wir denn schon wieder stehengeblieben? Ach ja, in Queenstown sind wir zuletzt gewesen. Dort haben wir zum ersten Mal den Neuseelaendischen/Schweizerischen Konflikt in uns austragen muessen: Zum einen spielte unser Super-Rotscher den Grandslam Final, zum anderen waren die Ober-Cricketer (unter Insidern Blackcaps genannt) im ODI Oneday-Cricket gegen die boesen Aussies am Werke. Der Sportbarbesitzer wusste zu Beginn noch nicht, ob er den Tennismatch zeigen wuerde, da nach seinen Aussagen mehr Leute den Cricketmatch schauen wollten und er die Bar schliessen wuerde, wenn es nicht genug trinkwilliges Volk am Tisch habe. Weit gefehlt alter Kiwi! Als um 21:30 Uhr local time der Grandslamfinal startete, war die Bar gut gefuellt, und alle wollten den Tennismatch sehen, inkl. dem alten Kiwi, welcher in der Bluete seines Lebens Skilehrer in Gstaadt war (was er uns doch ein paar mal erzaehlte). Roger hat gwonnen, wir Freude & Bier.
Dann gings weiter nach Dunedin (Scheiss-Kaff), von dort an den Lake Tekapo mit wahnsinnig schoenen Bilder vom Mount Cook und von der Kirche des guten Schaefers. Weiter nach Christchurch, wo Gabe und ich die Wellen abgesurft haben. Nun gut, ob man dem schon Surfen sagen kann weiss ich nicht so recht. ABER wir hatten ein Surfbrett und trugen einen Wetsuite, so dass wir dem Sport "Surfen" schon recht nahe waren (inkl. Muskelkater am naechsten Tag und ettlichen Salzwasser-Komplett-Spuehlungen). Golfen waren wir auch noch, und Billard spielen und Rugby-Gucken (Holy Grail in Ch.Ch. ist zu empfehlen). Ach ja, Brechfest in Christchurch gab es beim Heimweh-Schweizer Giorgio. Er zog seinerzeit aus, um das grosse Geld in NZ zu machen und hatte dann zuwenig Chnoeden um wieder heimzufahren. Ein glatter Cheib der Giorgio. Aber Gabe war froh, dass er wieder einmal eine rechte Wurst zu essen bekommen hat und Thomas ass aus lauter Freude Birre-Birre-Wegge, Chaes und Brot (einfach ohne Birrewegge, dafuer mit Semf, mit "N"). Jetzt sind wir schon wieder im Faehren-Doerfli Picton. Wir fragen uns, eine Woche vor Rueckkehr, ob nun das Glas halbvoll oder doch eher halbleer ist. Ich komme zum Schluss, dass das Glas immer noch randvoll ist, aber jeder Schluck aus der Neuseeland-Karaffe schmeckt ein wenig bitterer.

Gruess